Waleswilere

Waxweiler

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Das Museum "Waleswilere" Seit 2003 in vielen freiwilligen Arbeitsstunden in einem Schulraum eingerichtet, beherbergt dieses "Museum in der Schule" zahlreiche Funde aus der röm. Villa auf dem Hüttenberg, aber auch viele Leihgaben und Geschenke von privaten Sammlern, die den Verein damit großzügig unterstützten. Im Juni 2005 wurde das Museum offiziell eröffnet. Der größte Teil der Grabungsfunde harrt noch einer Auswertung durch die Archäologen. Dennoch gibt es in dem kleinen Museum schon eine Vielzahl von Funden zu besichtigen, wie sie in den zahlreichen römischen Gutsanlagen des Trierer Landes typisch waren. Die qualitativ erstaunliche Wohnkultur und die gehobene Lebensart lassen sich hieran erkennen. Funde belegen, dass das Dach aus auf-genagelten Steinplatten bestand. Kiloweise wurden Nägel von der Dachplattennagelung gefunden, die durch Feuerhärtung (Niederbrennen der Anlage) erhalten geblieben sind. Kasten - / Hohlziegel, sog. Tubuli - sind Teile einer Wand - und Fußbodenheizung.Beheizt wurde ausschließlich der Südflügel mit der Badeanlage. Bei einer Wohnfläche von über 500 m2 im Erdgeschoss war es den Bewohnern möglich, sich im Winter in den beheizbaren Teil zurückzuziehen. Dicke Schichten von Ziegelklein - Estrich, die heute noch betonhart sind, zeigen uns, dass die Römer schon hervorragend mit noch heute modernen Baustoffen umgehen konnten.Münzen, damals Zahlungsmittel, sind für uns heute Datierungshilfen. Die in der Villa gefundene, hier abgebildete Münze zeigt auf der Vorderseite (Av.) Flavius Julius Constantius II., nach rechts blickend, in gepanzerter Büste mit Perlen -Diadem. Reg. 324-361 n. Chr., zweiter Sohn des Constantinus magnus. Prägestätte war Trier. Man schätzte auch einen guten Moseltropfen. Hiervon zeugt nicht nur der "Waxweiler Becher", sondern auch der etwas einfachere in der röm. Villa gefundene Weinbecher, der ebenfalls als sog.Schwarz-"Firnis"-Ware gefertigt ist. Eintritt: Erwachsene: 2,00 € und Kinder: 1,00 €

Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    Öffnungszeiten des Museums: werktags nachmittags Gruppenführungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter Tel.: 06554 811 möglich.

Ort

Waxweiler

Kontakt

Waleswilere
Lünebacherstraße 3
54649 Waxweiler
Telefon: (0049) 6554 811
Fax: (0049) 6554 823

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Klöppelkrieg - Denkmal

Klöppelkrieg - Denkmal

Der Klöppelkrieg (auch: Klëppelkrich) im Jahre 1798 war als Befreiungskrieg der West-Eifeler Bevölkerung gegen die französischen Besatzer geplant. Man wollte sich gegen die Franzosen wehren, die überhöhte Steuern forderten, junge Bauern zum Kriegsdienst einzogen und die Kirchen schlossen. Die Klöppelkrieger waren Bauern, die weder über Erfahrung im militärischen Bereich noch über schlagkräftige Waffen verfügten. Sie zogen mit einigen Flinten, ansonsten aber mit ihren berufsüblichen Werkzeugen wie z. B. Heugabeln, umgeschmiedeten Sensen und auch mit Knüppeln in den Krieg. Das Wort Klöppel kommt vom moselfränkischen bzw. luxemburgischen Klëppel, was so viel wie Knüppel bedeutet. Am 29. Oktober wollte eine 2000 Mann starke Armee die Stadt Luxemburg von den Franzosen befreien. Jedoch scheiterte dieses Unternehmen bereits in Hosingen, weit vor Luxemburg, als die Klöppelkrieger glaubten, dass sie in der Abenddämmerung französische Soldaten gesehen hätten. In Wahrheit war es aber nur ein Trupp Gendarmen, die sich so geschickt verhielten, dass man dachte, eine ganze Armee sei bereits im Anmarsch. Nachdem 110 französische Soldaten nach Arzfeld abkommandiert worden waren, sammelten sich bei ihrem Zug von Dasburg über Dahnen, Daleiden und Irrhausen nach Arzfeld etwa 500 Klöppelkrieger, um die Franzosen anzugreifen. Am 30. Oktober 1798 kam es vor dem Dorfeingang von Arzfeld zur Schlacht. Dabei starben 7 französische Soldaten und 33 Eifeler. 32 Klöppelkrieger wurden von den Franzosen gefangen genommen. Die meisten von ihnen wurden 1799 in der Stadt Luxemburg hingerichtet. An der Pfarrkirche in Arzfeld befindet sich zur Erinnerung ein vom Eifelverein 1908 errichtetes Klöppelkriegerdenkmal. Das Dorf Dahnen, das von allen aufständischen Orten die weitaus meisten Opfer zu beklagen hatte, hat im Oktober 1998 seinen Klöppelkriegern ein Denkmal auf dem Kirchenvorplatz gesetzt. In Daleiden wurde im selben Jahr auf dem Dorfplatz eine entsprechende Gedenktafel enthüllt. Weitere Klöppelkriegerdenkmäler gibt es seit 1899 in Clerf (Lux.) und seit 1972 in der Stadt Luxemburg, sowie seit 1898 in der belgischen Stadt Hasselt auf der Leopoldplein.

Kirche

Pfarrkirche St.Johannes der Täufer

Die Pfarrkirche liegt inmitten des Ortes auf einem Felsvorsprung an der Hauptstraße. Ihre Geschichte ist außergewöhnlich, da sich eine Kirche in Waxweiler bereits im Jahr 728 vermuten lässt, als der hl. Willibrord der Sage nach auf einer Missionsreise durch die Westeifel dort gepredigt haben soll. Die Kirche wird im Jahr 943 erstmals urkundlich genannt im „Goldenen Buch“ der Abtei Prüm. Im Jahr 1232 wurde sie in die Abtei Prüm eingegliedert. Ein Ablassbrief aus dem Jahr 1493 beurkundet eine gotische Kirche. Diese erlitt in den Folgejahren großen Schaden und wurde im Zeitalter des Barock zum Jahr 1771 wiederhergestellt. Teilweise ist die Originalausstattung von damals heute noch erhalten. Eine Gedenktafel erinnert an das Wirken von Dechant Gerhard Faber und seine im Jahr 1703 durch Testament verfügte und nach seinem Tod im Jahr 1710 errichtete Studienstiftung. Verschiedenen An- und Umbauten erfolgten in den 20er und 70er Jahren, wobei der Chorraum mehrfach an eine andere Stelle gerückt wurde. Nachdem ein Brand die Kirche im Jahr 2004 teilweise zerstörte erstrahlt sie seit der Wiedereröffnung im Jahr 2006 in neuem Glanz. Die alte ca. 500 m² große Voutendecke wurde wiederhergestellt und mit einem neobarocken Gemälde verziert. Die Pfarrkirche ist Etappenziel vieler Jakobuspilger und wird gerne zum Gebet aufgesucht. Nähere Infos und Vereinbarung von Führungen über: Katholisches Pfarramt Bahnhofstraße 6 54649 Waxweiler Telefon: 06554-313 Telefax: 06554-1060 E-Mail: kirche.waxweiler@t-online.de Homepage: www.kirchengemeinde.waxweiler.com